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Anne Frank Tagebuch von Anne Frank

Mirjam Pressler (Übersetzer)
Taschenbuch von Fischer
Preis bei Amazon: EUR 7,95

ISBN: 3596152771, Erscheinungsdatum: Juli 2006, Auflage: Neuauflage.
Produktgruppe Bücher
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Produktbeschreibung

Vor dem Hintergrund der Judenverfolgung und des Zweiten Weltkriegs spiegelndie Briefe an Kitty vor allem den Alltag der Notgemeinschaft wider unddokumentieren die unvermeidlichen Spannungen unter den Versteckten, dieder täglichen Angst vor Entdeckung ausgesetzt waren. Zugleich geben sieAufschluss über Annes persönliche Entwicklung und zeichnen ihren Weg nach,den sie sich zwischen Kindsein und Erwachsenwerden suchen musste.

Aus der Amazon.de-Redaktion

Dieses lebendige, Einblick gewährende Tagebuch ist seit seiner ersten Veröffentlichung 1947 ein geliebter Klassiker und ein passendes Denkmal für den begabten jüdischen Teenager, der 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen ums Leben kam. 1929 geboren, bekam Anne Frank zu ihrem 13. Geburtstag ein neues, unbeschriebenes Tagebuch geschenkt, nur wenige Wochen bevor sie und ihre Familie im von den Nazis besetzten Amsterdam untertauchen mußten. Ihre wunderbar detaillierten persönlichen Eintragungen zeichnen 25 anstrengende Monate klaustrophobischer, streitgeladener Intimität mit ihren Eltern, ihrer Schwester, einer zweiten Familie und einem älteren Zahnarzt nach, der wenig Toleranz für Annes Lebhaftigkeit zeigt. Der universelle Reiz des Tagebuchs beruht auf seiner fesselnden Mischung aus den schmuddeligen Besonderheiten des Lebens im Krieg (karge, schlechte Mahlzeiten; schäbige Kleider, aus denen man längst herausgewachsen ist, die aber nicht ersetzt werden können; die ständige Angst, entdeckt zu werden) und der offenherzigen Auseinandersetzung über Gefühle, die jedem Heranwachsenden bekannt sind: "Jeder kritisiert mich, niemand erkennt meine wahre Natur, wann werde ich endlich geliebt?" Aber Anne Frank war kein gewöhnlicher Teenager: Die späteren Eintragungen verraten einen für eine kaum 15jährige bemerkenswerten Sinn für Mitgefühl und spirituelle Tiefe. Ihr Tod verkörpert den Wahnsinn des Holocaust, aber für die Millionen, die Anne durch ihr Tagebuch kennengelernt haben, ist er auch ein sehr persönlicher Verlust. --Wendy Smith

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Produkt-Bild: Der Gottesbegriff nach Auschwitz: Eine jüdische Stimme (suhrkamp taschenbuch)

Der Gottesbegriff nach Auschwitz: Eine jüdische Stimme (suhrkamp taschenbuch) von Hans Jonas

Taschenbuch von Suhrkamp Verlag
Preis bei Amazon: EUR 5,00

ISBN: 3518380168, Erscheinungsdatum: Sept. 1987, Auflage: 13
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Der Gottesbegriff nach Auschwitz. Eine jüdische Stimme.
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Produkt-Bild: "Du bist nicht so wie andre Mütter": Die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau (Fiction, Poetry & Drama)

"Du bist nicht so wie andre Mütter": Die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau (Fiction, Poetry & Drama) von Angelika Schrobsdorff

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90

ISBN: 3423119160, Erscheinungsdatum: Sept. 1994
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Du bist nicht so wie andre Mütter Die Geschichte einer leidenschaftlichen Frau. Tb
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Produkt-Bild: Opa war kein Nazi: Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis

Opa war kein Nazi: Nationalsozialismus und Holocaust im Familiengedächtnis von Harald Welzer, Sabine Moller, Karoline Tschuggnall

Olaf Jensen (Mitarbeiter), Torsten Koch (Mitarbeiter)
Taschenbuch von Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis bei Amazon: EUR 10,95

ISBN: 3596155150, Erscheinungsdatum: April 2002, Auflage: 7
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Produktbeschreibung

"Was wird in Familien ""ganz normaler"" Deutscher über Nationalsozialismusund Holocaust überliefert? Die Autoren haben in Familiengesprächen undInterviews untersucht , was Deutsche aus der NS-Vergangenheit erinnern,wie sie darüber sprechen und was davon an die Kinder- und Enkelgenarationweitergegeben wird."

Aus der Amazon.de-Redaktion

In der Buchreihe Die Zeit des Nationalsozialismus des Fischer Taschenbuch Verlags erscheinen regelmäßig wissenschaftliche Beiträge und Untersuchungen zum dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Der neueste Band beschäftigt sich mit den Ergebnissen eines Forschungsprojekts, das sich mit der Frage befasst hat, wie in deutschen Familien über die Zeit des Nationalsozialismus und den Holocaust gesprochen wird -- und welche Auffassungen, Bilder und Vorstellungen vom Dritten Reich in Gesprächen zwischen den Generationen weitergegeben werden.

Man könnte annehmen, dass eine solche Untersuchung nicht viel Neues zu Tage fördert, denn die Erinnerung an die Grausamkeit der Nazi-Zeit und insbesondere an die unfassbare Tatsache der Judenvernichtung sollte sich eigentlich im Familiengedächtnis verankert haben. Doch das ist keineswegs der Fall. Die Herausgeber konnten in Gesprächen und Interviews feststellen, dass die von Generation zu Generation transportierte Sichtweise und Darstellung der Nazi-Vergangenheit von den Schilderungen und Berichten in Schulen, Gedenkstätten, Filmen und Büchern in bedenklicher Weise abweicht. In allen der 40 befragten Familien war zwar die Bereitschaft vorhanden, über "die schlimme Zeit" zu sprechen, doch oftmals wurden Familienmitglieder entweder als Opfer oder als Helden geschildert.

Von Täterschaft oder Verantwortung hingegen war wenig zu hören. Verharmlosungen und das wohl bekannte "Davon haben wir nichts gewusst" tauchen oft auf. Mit zunehmender Lesedauer gewinnt man den Eindruck, dass es mit der deutschen Vergangenheitsbewältigung nicht weit her ist. Die Schlussfolgerung der Verfasser ist erschreckend: Der Holocaust kommt im deutschen Familiengedächtnis nicht vor. Angesichts dieser "vererbten" Verdrängung kann das Wiederaufleben rechtsradikaler und antisemitischer Strömungen innerhalb der deutschen Gesellschaft auch nicht wirklich verwundern.

"Opa war kein Nazi" ist ein spannendes und zugleich schockierendes Buch, das eine fast vergessene Diskussion wieder in den Mittelpunkt rückt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung belegen eindrücklich, wie schlecht es heute -- fast 60 Jahre nach dem Ende des Dritten Reiches -- um die Auseinandersetzung und Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit im intergenerationellen Dialog steht. --Christoph Reudenbach

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Produkt-Bild: Das denkende Herz: Die Tagebücher von Etty Hillesum. 1941-1943

Das denkende Herz: Die Tagebücher von Etty Hillesum. 1941-1943 von Etty Hillesum

J. G. Gaarlandt (Herausgeber), Maria Csollány (Übersetzer)
Taschenbuch von rororo
Preis bei Amazon: EUR 8,99

ISBN: 3499155753, Erscheinungsdatum: Juli 1985, Auflage: 23
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Das denkende Herz Die Tagebücher von Etty Hillesum 1941 - 1943. Tb
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Produkt-Bild: "Davon haben wir nichts gewusst!": Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945

"Davon haben wir nichts gewusst!": Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945 von Peter Longerich

Broschiert von Pantheon Verlag
Preis bei Amazon: EUR 14,99

ISBN: 3570550419, Erscheinungsdatum: Sept. 2007, Auflage: 2
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Produktbeschreibung

"Davon haben wir nichts gewusst!" Die Deutschen und die Judenverfolgung 1933-1945

Aus der Amazon.de-Redaktion

Davon haben wir nichts gewusst -- So lautete nach dem Ende der Naziherrschaft in Deutschland die Standardantwort auf die Frage, wie man die millionenfache Vernichtung von Juden hatte zulassen können. Die historische Forschung hatte daran, dass die übergroße Mehrheit der Deutschen tatsächlich nicht gewusst haben sollte, wie das Regime mit den ja nicht etwa im Verborgenen, sondern unter großem propagandistischen Tamtam Deportierten verfuhr, zwar immer wieder wohl begründete Zweifel geäußert. Eine derart faktenreiche und auf nur annähernd so breitem Quellenstudium basierende Arbeit, wie die nun von Peter Longerich vorgelegte, stand aber bis jetzt aus.

Der Autor belegt mit seiner ebenso fundierten wie sorgfältigen Analyse, dass die Zahl derer, die sehr wohl um die Judenvernichtung wussten, um ein Vielfaches höher gewesen sein muss, als bisher angenommen. Auch wenn die Mehrheit trotz allem tatsächlich wohl nicht so genau wusste oder wissen wollte, was mit den Juden tatsächlich geschah: Je länger der Krieg dauerte, desto geringer wurde das Interesse der Naziführung zu verhindern, dass die in Umlauf befindlichen Gerüchte zur allgemeinen Gewissheit würden: "Seit Mitte 1942 propagierte das Regime zunehmend ? ein ungefähres Wissen um die "Endlösung" voraussetzend ? und ganz offen, dass im Falle einer Niederlage in diesem Krieg die Juden den Deutschen das Gleiche zufügen würden, was diese ihnen angetan hatten."

Das Gefühl, so Longerich, dass die "Judenfrage" unmittelbar eine Frage des eigenen Überlebens sei, "war offenbar weit verbreitet". 1943 ging die NS-Propaganda diesbezüglich endgültig in die Offensive und bekannte sich ganz und gar unmissverständlich zu ihrer Vernichtungspolitik. Im Werben für den "Totalen Krieg" wurde dessen Notwendigkeit für jeden deutlich hörbar damit begründet, "der jüdische Erzfeind" müsse ausgerottet werden, bevor dieser seiner Absicht in die Tat umsetzen könne, seinerseits das deutsche Volk zu vernichten. "Die 'dem Volk' abverlangten zusätzlichen Kriegsanstrengungen versuchte das Regime in ein Plebiszit für die radikalste denkbare 'Lösung der Judenfrage' umzumünzen." Zugleich ließ man keinen Zweifel daran, dass das Volk insgesamt im Falle einer Niederlage von den Siegern wegen seiner Komplizenschaft zur Rechenschaft gezogen würde.

Als die unvermeidbare Niederlage näher rückte, vollzog das NS-Regime noch einmal einen Schwenk und belegte die "Endlösung" parteiintern mit einem Erörterungsverbot. Doch da hatte die Bevölkerung in ihrer übergroßen Mehrheit ohnehin bereits ihre "Flucht in die Unwissenheit" angetreten und sich so gegen die bevorstehende Generalanklage gewappnet. ?- Andreas Vierecke

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Produkt-Bild: weiter leben: Eine Jugend

weiter leben: Eine Jugend von Ruth Klüger

Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 7,90

ISBN: 3423119500, Erscheinungsdatum: November 1994, Auflage: 2. Auflage
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Produktbeschreibung

Als 11-jährige wird die Jüdin Ruth Klüger in das KZ Theresienstadt verschleppt,übersteht zwei Jahre später in Auschwitz-Birkenau durch 'die gute Tat'eines Mithäftlings die Selektion und erlebt schließlich das Kriegsendeim KZ Groß-Rosen. Die Erinnerungen, die sie als 50-jährige - sie lehrtheute in Kalifornien Literaturwissenschaft - aufzuschreiben begann, schildernihre Lagerkindheit 'lakonisch, ohne Pathos, mit unbedingter Aufrichtigkeit,Gefühlsgenauigkeit und Schonungslosigkeit, auch gegen sich selbst' SigridLöffler. Sie reflektieren 'den unbegreiflichen Gnadenakt', die Lagerhöllevon Auschwitz überlebt zu haben, sparen aber auch die psychischen Beschädigungennicht aus, mit denen das Weiterleben bis heute belastet ist. StiftungLesen.
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Produkt-Bild: Ich muss erzählen: Mein Tagebuch. 1941-1945

Ich muss erzählen: Mein Tagebuch. 1941-1945 von Mascha Rolnikaite

Dorothea Greve (Übersetzer)
Taschenbuch von rororo
Preis bei Amazon: EUR 8,95

ISBN: 3499235552, Erscheinungsdatum: März 2004, Auflage: 4
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Produktbeschreibung

Ich muss erzählen. Mein Tagebuch 1941-1945.
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Produkt-Bild: Die Irren von Zion

Die Irren von Zion von Henryk M. Broder

A. Skowronski (Illustrator)
Taschenbuch von Deutscher Taschenbuch Verlag
Preis bei Amazon: EUR 9,90

ISBN: 3423307382, Erscheinungsdatum: Oktober 1999
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Produktbeschreibung

Henryk M. Broder zeigt den ganz normalen Wahnsinn im Heiligen Land - engagiert, witzig und pointiert.
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Produkt-Bild: Mein Leben

Mein Leben von Marcel Reich-Ranicki

Gebundene Ausgabe von Deutsche Verlags-Anstalt DVA
Preis bei Amazon: EUR 25,00

ISBN: 3421051496, Erscheinungsdatum: Sept. 1999, Auflage: 40
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Produktbeschreibung

Erscheinungsjahr: 2001
17. Aufl.
Gewicht: 737 gr / Abmessung: 21 cm
Von Reich-Ranicki, Marcel

Marcel Reich-Ranicki wird viel bewundert und viel gescholten, ist bekannt und populär, einflußreich und schließlich aber auch umstritten. Mit seinem "Literarischen Quartett" beweist er seit 1988, daß die Vermittlung von Literatur im Fernsehen höchst unterhaltsam sein kann und daß gerade das Fernsehen wie kein anderes Medium imstande ist, der anspruchsvollen Literatur den Weg zum Leser zu bahnen. Was steckt hinter seinem unvergleichlichen Aufstieg, hinter diesem verblüffenden Erfolg?
Als Reich-Ranicki, kaum neun Jahre alt, aus seiner polnischen Geburtsstadt Wloclawek an der Weichsel nach Berlin übersiedelt, verabschiedet ihn seine Lehrerin mit den Worten: "Du fährst, mein Sohn, in das Land der Kultur." Doch das Land der Kultur stellt sich schon dem Kind nicht ohne düstere Seiten dar. Wie ein roter Faden zieht sich diese zwiespältige und widerspruchsvolle Erfahrung durch sein weiteres Leben: Das Glück, das er der deutschen Literatur verdankt, der deutschen Musik und dem deutschen T heater, scheint untrennbar verknüpft und verquickt mit der deutschen Barbarei.
Im Jahre 1938, kurz nach dem Abitur an einem Berliner Gymnasium, wird Reich-Ranicki nach Polen deportiert. Als Jude erfährt er im Warschauer Getto die schrecklichsten Demütigungen die Menschen Menschen bereiten können.
"Immer wieder haben wir versucht", so schreibt er, "unsere Trauer zu vergessen und unsere Angst zu verdrängen. Die Poesie war unser Asyl, die Musik unsere Zuflucht." Zusammen mit seiner Frau Tosia überlebt er das Inferno - durch Zufall und auf dramatische Weise. In Polen der Nachkriegsjahre wird er Kommunist und Zeuge des größten Verrats, den die herrschende Partei der Idee einer gerechte

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Lange Zeit hatte Marcel Reich-Ranicki die Niederschrift seiner Autobiografie vor sich hergeschoben. Dennoch wurde er von Freunden und Bekannten ermutigt und gedrängt, von Verlegern mit Geld gelockt. Sechs Jahre schrieb er an seinen Erinnerungen. Im Alter von 79 hatte er sie dann vorgelegt. 2003 sind die Erinnerungen des 1920 Geborenen im Taschenbuch erschienen.

Das Buch ist in fünf Teile gegliedert, wobei der Schwerpunkt auf der Zeit vor 1958 liegt. Die ersten beiden Abschnitte zeigen die Entwicklung und die Leidenszeit des Schülers und jungen Mannes, die in höchstem Maße von den Ereignissen der Zeitgeschichte geprägt ist. Es sind dies die Kindheit in Polen, die Jugend im nationalsozialistischen Berlin und schließlich die eindringlich und zugleich in einem ruhigen Tonfall geschilderten Zustände im Warschauer Getto. Nach dem Neuanfang im kommunistischen Polen erfolgt dann die Zäsur: Ende der Fünfziger zieht es Reich-Ranicki in die Bundesrepublik.

Dieses Datum markiert einen Einschnitt im Leben des Kritikers und zugleich in dessen Erzählen. Hat er bis dahin seine Persönlichkeitsbildung als humanistisch geprägter Schüler und junger Mann in der immer barbarischer werdenden äußeren Welt ausführlich dargestellt, so erzählt er die folgenden Jahrzehnte nur noch in Episoden. Zwar kommt manches -- z. B. seine Zeit bei der F.A.Z. -- etwas zu kurz, gleichwohl können andere Abschnitte dafür entschädigen: Die Begegnungen mit Mitgliedern der Familie Mann, sein Porträt Wolfgang Koeppens oder die jahrelange und letztlich doch gebrochene Freundschaft zu Joachim Fest werden unterhaltsam wie sensibel geschildert. Mein Leben ist ein Buch über das Gezeichnetsein durch die Schrecken des Dritten Reiches und über persönliche Enttäuschungen. Es ist aber auch ein Buch über glückliche Augenblicke, sowie über die Liebe, und zwar die zu seiner Frau und -- natürlich -- zur Literatur.

Marcel Reich-Ranicki hat im Grunde alles erreicht, was ein Kritiker erstreben kann: Er wurde zum bedeutendsten und einflussreichsten Kritiker seiner Zeit. Nach wie vor ist er gefürchtet und respektiert -- doch kaum geliebt. Vor allem aber ist er eins geblieben: ein Außenseiter. Und man spürt über die 560 Seiten hinweg, wie sehr ihn das geschmerzt hat. So steht gegen Ende des Buches nicht zufällig ein Zitat des von ihm geschätzten Friedrich Schlegel, das Reich-Ranicki auf sich selbst bezieht: "Man findet mich interessant und geht mir aus dem Wege... Am liebsten besieht man mich aus der Ferne, wie eine gefährliche Rarität." --Alexander Simon

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